StartReality-TVWie Sam Dylan das Finale von „Kampf der RealityAllstars“ rockte

Wie Sam Dylan das Finale von „Kampf der RealityAllstars“ rockte

Kühlschränke gehen zu Bruch, Tränen fließen in Strömen und am Ende siegt die unerwartete Großzügigkeit. Das Finale von „Kampf der RealityAllstars“ lieferte alles, wofür wir dieses absurde Genre lieben

Phuket, Thailand. Der schwüle Ort, an dem traditionell Träume aus Sendezeit geschmiedet und menschliche Würden endgültig an der Garderobe abgegeben werden. Das große Finale von „Kampf der RealityAllstars“ stand an und Sam Dylan sowie fünf weitere Berufs-Krawallos kämpften um den glorreichen Titel und die nicht ganz unwichtige Summe von 40.000 Euro. Wer nun dachte, am Ende siegt der lauteste Egoismus, wurde eines Besseren belehrt. Am Ende reckte Sam Dylan den Siegerpokal in die thailändische Nacht und sorgte mit einer fast schon untypisch selbstlosen Aktion für kollektives Staunen. Doch bis Sam Dylan als strahlender Gewinner feststand, musste die ohnehin schon stark beanspruchte Einrichtung der Fernseh-Villa einiges ertragen.

Opferbereitschaft und das Telefon des Grauens

Der Weg auf den Reality-Olymp ist bekanntlich zäh und meistens mit abstrusen Aufgaben gepflastert. Es begann mit einer fiesen Telefon-Challenge, die für die 20-jährige Elsa Latifaj prompt das Aus bedeutete. Der verbliebene Cast stand direkt vor dem nächsten moralischen Dilemma: Innerhalb von 30 Minuten musste ein weiterer Allstar nominiert werden, der die Koffer packt. Die Konsequenz bei Verweigerung? Ein gnadenloser Abzug von satten 10.000 Euro aus der kollektiven Gewinnsumme. Bevor es zu den üblichen handfesten Diskussionen kam, sprang Matthias Mangiapane überraschend in die Bresche. Er opferte sich völlig freiwillig und rettete das Geld für die Gruppe. Ein fast schon biblischer Akt der Aufopferung, den wir in diesem hart umkämpften Format eher selten beobachten dürfen.

Zwischen Schilderwäldern und Schleim-Tümpeln

Viel Zeit, um Matthias nachzutrauern, blieb den Kandidaten jedoch nicht, denn der berüchtigte Schilderwald wartete bereits. Maurice Dziwak, Kate Merlan, Cecilia Asoro und schließlich auch Sam Dylan kämpften sich wacker durch die intellektuell wie physisch fordernde Herausforderung und sicherten sich die wichtigen Safety-Tickets. Direkt im Anschluss wurde es dann so richtig klebrig: Die Produktion bat zum Bad in einen Pool voller Schleim. Dort unten, irgendwo zwischen undefinierbarer Masse, waren die Schlüssel zu wertvollen Münzen versteckt. Genau jene Münzen, die später in der finalen Abstimmung über das Schicksal von Sam Dylan und seinen Kontrahenten entscheiden sollten.

Maurice demoliert die Küche, Sarah findet ihr Glück

Was dann folgte, geht als der zerstörerischste Sala-Run in die Geschichte des Insel-Trashs ein. Bei der frenetischen Suche nach den Final-Tickets zerlegten die letzten Sechs nahezu das komplette Mobiliar. Sarah Knappik stellte mit feinem Gespür für Dramatik fest, dass das Ganze „lebensgefährlich“ sei, während Kate Merlan panisch um die Unversehrtheit ihres Kopfes bangte. Den absoluten Höhepunkt der Eskalation lieferte allerdings Maurice, der im Eifer des Gefechts kurzerhand den Kühlschrank demontierte. Die Trümmerlandschaft lohnte sich zumindest für einige: Sarah Knappik brach in hemmungslose Tränen aus, weil sie endlich, nach all den Jahren im TV-Business, ihr allererstes Finale erreicht hatte. Neben ihr fanden auch Kate Merlan und Sam Dylan jeweils ein begehrtes Ticket für den Endspurt.

Kampf Der RealityAllstars
Foto: RTLTWEI

Die Stunde der Wahrheit

Zum ultimativen Showdown rief Moderatorin Arabella Kiesbauer in der traditionellen „Stunde der Wahrheit“. Die hart erkämpften Schleim-Münzen wurden feierlich gezählt. Die bereits ausgeschiedenen Bewohner durften mit ihren gesammelten Exemplaren das Zünglein an der Waage spielen und einem der Finalisten zum Sieg verhelfen. Das mathematische Endergebnis dieses denkwürdigen Abends: 20 Münzen für Kate, 21 für Sarah und starke 23 für Sam Dylan. Damit krönte sich Sam Dylan unter lautem Jubel zum unangefochtenen Sieger von „Kampf der RealityAllstars“.

 

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Doch der wahre Twist folgte erst noch. Bevor der frisch gekürte König des Trash-TVs mit seinem Pokal und den 40.000 Euro in die thailändische Nacht verschwand, griff er zum metaphorischen Mikrofon. Mit den Worten „Ohne euch hätte ich das wirklich nicht geschafft“ kündigte Sam Dylan an, jedem seiner fünf Mitstreiter aus der Finalfolge 2.000 Euro von seiner Prämie abzugeben. Insgesamt 10.000 Euro fließen somit zurück an die Konkurrenz. Ein geradezu versöhnlicher, fast schon harmonischer Abschluss für ein Finale, das ansonsten primär aus fliegenden Kühlschrankteilen und grünem Schleim bestand. Wer hätte gedacht, dass am Ende Sam Dylan beweist, dass Reality-TV überraschend viel Herz haben kann?