StartMusik & ArtistsDrei Eröffnungsfeiern machen die Fußball-WM 2026 zum Pop-Spektakel

Drei Eröffnungsfeiern machen die Fußball-WM 2026 zum Pop-Spektakel

Die USA, Kanada und Mexiko machen aus dem Turnier ein wochenlanges Spektakel. Wir zeigen, welche Weltstars die Fans schon vor dem Anpfiff in die Stadien locken sollen

Die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026 startet und wer glaubte, ein einfaches Eröffnungsspiel würde für ein globales Turnier ausreichen, hat die Rechnung ohne die amerikanische Event-Kultur gemacht. Wenn die USA, Kanada und Mexiko gemeinsam 48 Nationen zu einem fünfwöchigen Turnier einladen, wird der Rasensport fast schon zur Nebensache. Wir blicken auf eine Fußball-WM 2026, bei der der Weltverband offenbar beschlossen hat, das Turnier in ein interkontinentales Pop-Spektakel zu verwandeln. Das Ergebnis: Wir bekommen nicht eine, sondern gleich drei Eröffnungsfeiern. Ein cleverer Schachzug, um die Fans deutlich früher auf ihre Sitze zu zwingen und die Show maximal zu vermarkten.

Mexiko schickt die ewige WM-Königin ins Rennen

Den Anfang macht Mexiko am 11. Juni vor dem Spiel gegen Südafrika im altehrwürdigen Aztekenstadion. Ab 19.30 Uhr – und damit gut anderthalb Stunden vor dem sportlichen Anpfiff – wird die allererste Show der Fußball-WM 2026 über die Bühne gehen. Als Headlinerin fungiert niemand Geringeres als Shakira. Die Sängerin, die mit „Waka Waka“ bereits 2010 die akustische Weltherrschaft übernahm, präsentiert dieses Jahr den offiziellen Song „Dai Dai“. Als wäre das nicht schon prominent genug, soll neben Latin-Stars wie Maná, Alejandro Fernández und Belinda auch noch Superstar Madonna auftauchen.

 

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Kanada kontert mit gediegenem Pop

Einen Tag später, am 12. Juni, präsentiert sich Kanada im Rahmen der Fußball-WM 2026 in Toronto vor dem Spiel gegen Bosnien-Herzegowina der Weltöffentlichkeit. Hier geht man die Sache musikalisch etwas entspannter an. Statt einer gewaltigen Stadion-Explosion setzt man auf soliden, radiotauglichen Pop. Michael Bublé, Alanis Morissette und Alessia Cara sollen die Ränge auf Betriebstemperatur bringen. Das Line-up klingt nach einer sehr höflichen, musikalisch absolut einwandfreien Eröffnung – eben typisch kanadisch.

 

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Die USA proben den Super Bowl im Fußball-Format

Die USA wären natürlich nicht die USA, wenn sie den Start ihrer eigenen Nationalmannschaft gegen Paraguay nicht zu einer hochglänzenden Reizüberflutung aufpumpen würden. Im gigantischen SoFi-Stadium nahe Los Angeles erwartet uns die wohl lauteste Show der Fußball-WM 2026, die nicht einmal mehr versucht, ihre NFL-Halbzeit-Vorbilder zu verbergen. Katy Perry übernimmt als Hauptact das Zepter, flankiert von Rapper Future, LISA und Anitta. Einziger Wermutstropfen für deutsche Zuschauer: Während die Partys aus Mexiko und Kanada brav im Free-TV bei den Öffentlich-Rechtlichen laufen, hat sich MagentaTV dieses US-Auftaktspiel exklusiv gesichert. Wer Katy Perry also um 1.30 Uhr nachts performen sehen will, muss ein Abonnement besitzen.

 

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Der amerikanische Geburtstag und das große Finale

Wer nun denkt, drei Eröffnungsfeiern für die Fußball-WM 2026 wären genug, unterschätzt den Geltungsdrang der Veranstalter massiv. Am 4. Juli, dem 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit, plant die Fifa zusätzliche Sonder-Shows bei zwei Achtelfinalspielen in Philadelphia und Houston, um die landesweiten Feierlichkeiten direkt mit dem Turnier zu verknüpfen. Und weil der moderne Fußball nun endgültig in der amerikanischen Entertainment-Maschinerie angekommen ist, bekommt das Finale am 19. Juli im MetLife Stadium ein eigenes Halbzeit-Entertainment. Wir können uns bei diesem Turnier also auf extrem viel Musik und noch mehr Inszenierung einstellen – und hin und wieder wird zwischendurch bestimmt auch mal ein Ball gerollt.

Was diese Entwicklung für den Sport selbst, die Belastung der Profis und die Kommerzialisierung des Fußballs bedeutet, ordnet FitTrend in einer kritischen Analyse zur WM 2026 ein.