StartStars & PromisNach schwerer Krise holt sich Nelson Müller seinen Stern zurück

Nach schwerer Krise holt sich Nelson Müller seinen Stern zurück

Ein Jahr voller Selbstzweifel liegt hinter dem TV-Koch. Nach harter Arbeit feiert er nun einen gigantischen Triumph

Nelson Müller (47) ist aus der deutschen Fernsehlandschaft eigentlich gar nicht mehr wegzudenken. Seit nunmehr 16 Jahren begeistert der charismatische Spitzenkoch ein Millionenpublikum in beliebten Formaten wie der „Küchenschlacht“ oder als unbestechlicher Lebensmittel-Tester. Doch während er vor den TV-Kameras stets sein strahlendes Lächeln aufsetzte, erlebte Nelson Müller privat das wohl schwerste Jahr seiner gesamten beruflichen Laufbahn. Der Umzug seines renommierten Gourmet-Restaurants „Schote“ von Essen nach Bergisch Gladbach hatte nämlich weitreichende Konsequenzen: Er kostete ihn seinen heißgeliebten Michelin-Stern. Doch nach monatelanger, härtester Arbeit folgte nun endlich die lang ersehnte Erlösung. Bei der glamourösen Michelin-Gala am vergangenen Dienstag in Frankfurt am Main bekam er die begehrte Auszeichnung feierlich zurück!

Ein tiefes Loch voller Selbstzweifel

Dass die strengen Michelin-Inspektoren nach einem weitreichenden Standortwechsel eine Auszeichnung vorerst entziehen, ist in der gehobenen Gastronomie ein durchaus üblicher Vorgang. Schließlich muss sich das neue Konzept am neuen Ort erst wieder beweisen. Doch für die Seele des Perfektionisten war dieser zeitweise Verlust ein brutaler Schlag. Gegenüber der „BILD“-Zeitung offenbarte Nelson Müller nun tiefe Einblicke in sein Seelenleben und sprach ganz offen über seine damalige Krise: „Als der Michelin-Stern weg war, fiel ich in ein Loch.“

Der Start am neuen Standort, gekoppelt mit dem neuen Hotel Diepeschrather Mühle, verlief nämlich alles andere als reibungslos. „Wir hatten am Anfang Chaos“, gestand der TV-Koch ehrlich. Ihn plagten in dieser schwierigen Phase massive Existenzängste und der immense Druck der Verantwortung gegenüber seinen Angestellten. Im „BILD“-Interview gab er unumwunden zu: „Ich hatte Angst zu scheitern! Ich habe mich gefragt: Was erzähle ich meinen Leuten, wenn wir den Stern nicht zurückbekommen?“

Rückkehr zum echten Handwerk

Aufgeben kam für den Vollblut-Gastronomen jedoch zu keinem Zeitpunkt infrage. Es wurde in der Küche geschwitzt, optimiert und bis zur Perfektion gearbeitet. „War ich mega enttäuscht? Ja! Aber aufgeben? Niemals“, stellte Nelson Müller klar. Anstatt nach Ausreden zu suchen, krempelte das gesamte Team die Ärmel hoch und fokussierte sich auf das, was am Ende auf dem Teller wirklich zählt. Er erklärte seinen Erfolgsplan so: „Ich bin zurück zu meinem Handwerk gegangen. Wir haben uns wieder auf klassische Gerichte konzentriert, wollten ehrlich kochen und die Sicherheit wiederfinden.“

Die elementaren Fragen am Herd lauteten plötzlich wieder ganz simpel: „Wie brät man Fleisch richtig? Wie macht man eine gute Sauce?“ Diese kluge Rückbesinnung auf die puren Basics der Kulinarik war genau der richtige Weg und gipfelte nun in der grandiosen Rückgabe des Sterns auf der großen Bühne in Frankfurt am Main.

 

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Ein süßer und unglamouröser Triumph

Für Nelson Müller fühlt sich dieser hart erkämpfte Erfolg heute sogar noch wertvoller an als die Premieren-Auszeichnung vor vielen Jahren. „Einen Stern neu zu bekommen, ist fast schöner, als ihn einfach zu halten“, resümierte er überglücklich. Der bittere Rückschlag hat seine Perspektive auf den Erfolg nachhaltig verändert, wie er der „BILD“ verriet: „Jetzt weiß ich viel mehr, was dieser Stern für mich bedeutet hat.“ Und wie feiert ein frisch gebackener Sterne-Koch seine strahlende Rückkehr in den absoluten Gourmet-Olymp? Erfrischend bodenständig! „Ich habe Frankfurter Kranz gegessen“, lachte Nelson Müller über seinen unglamourösen, aber absolut hochverdienten Torten-Schmaus nach der Gala.

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