Schauspieler und Comedy-Ikone Sacha Baron Cohen (54) ist aktuell das Maß aller Dinge auf Netflix. Seit dem Start am 22. Mai dominiert seine neueste Komödie „Ladies First“ die Streaming-Welt. Laut dem Analyse-Portal Flixpatrol hat sich der Film in atemberaubendem Tempo in 54 Ländern – darunter auch in Deutschland – auf den ersten Platz der Film-Charts katapultiert. An seiner Seite glänzt Hollywood-Star Rosamund Pike (47) in einer Geschichte, die das Patriarchat buchstäblich auf den Kopf stellt.
Ein verrücktes Gedankenexperiment
Im Zentrum der Handlung steht der Londoner Manager Damien Sachs, gespielt von Sacha Baron Cohen. Damien ist extrem karrieregeil, zielt auf den Posten des CEO in einer renommierten Werbeagentur ab und füllt seine knappe Freizeit bevorzugt mit zahlreichen Affären. Seine Welt gerät jedoch ins Wanken, als ein lukrativer Deal platzt – der Grund: Die Agentur kann keine weiblichen Führungskräfte vorweisen.
Gefrustet sieht Damien sich gezwungen, seine langjährige und fähige Mitarbeiterin Alex Fox, verkörpert von Rosamund Pike, zur Kreativdirektorin zu befördern. Was dann passiert, sprengt alle Vorstellungen: Nach einem heftigen Streit wacht der Macho plötzlich in einer alternativen Realität auf. In dieser Welt haben ausschließlich Frauen das Sagen – und Alex ist urplötzlich nicht mehr seine Untergebene, sondern seine herrische Chefin.
Die Macher hinter dem Hit
Dass die Inszenierung dieser verkehrten Welt gut funktioniert, liegt auch an der Regisseurin. Thea Sharrock, die bereits mit dem emotionalen Hit „Ein ganzes halbes Jahr“ international für Aufsehen sorgte, nahm bei „Ladies First“ auf dem Regiestuhl Platz. Wer bei der Handlung ein Déjà-vu hat, täuscht sich übrigens nicht: Bei dem Netflix-Hit handelt es sich um ein Remake der erfolgreichen französischen Komödie „Kein Mann für leichte Stunden“ aus dem Jahr 2018.
Riesiger Publikums-Hit, aber Kritikerschelte
Trotz der sensationellen weltweiten Aufrufzahlen spaltet „Ladies First“ die Meinungen. Während die Abonnenten den Film an die Spitze streamen, zeigen sich die professionellen Kritiker wenig begeistert. So erreicht die Komödie auf dem Bewertungsportal Rotten Tomatoes bei den Experten einen eher mageren Score von nur 29 Prozent, während das Publikum mit 65 Prozent deutlich wohlwollender urteilt. In Deutschland lässt das Duo Cohen und Pike die Konkurrenz jedenfalls aktuell weit hinter sich: In den heimischen Netflix-Filmcharts thront „Ladies First“ unangefochten auf dem ersten Platz, direkt vor „G.O.A.T. – Bock auf große Sprünge“ auf Rang zwei und „Bodycam“ auf dem dritten Platz.
Die Stars abseits der Kamera
Für Sacha Baron Cohen, der als Sohn einer jüdischen Familie in London aufwuchs und einst in Cambridge Geschichte studierte, ist es ein weiteres Erfolgskapitel. Er wurde Anfang der 2000er Jahre durch seine schrillen und oft grenzwertigen Alter Egos wie den kasachischen Reporter Borat, den Modejournalisten Brüno oder den Rapper Ali G weltberühmt. Mit seinem postmodernen Humor entlarvt er durch seine Figuren regelmäßig die Vorurteile seiner Interviewpartner. Privat musste der dreifache Vater erst kürzlich einen Rückschlag hinnehmen: Im April 2024 gaben er und die australische Schauspielerin Isla Fisher nach 13 Ehejahren ihre Scheidung bekannt.
Seine Kollegin Rosamund Pike beweist mit „Ladies First“ einmal mehr ihre enorme Vielseitigkeit. Spätestens seit ihrer brillanten, Oscar-nominierten Performance in dem Psychothriller „Gone Girl“ ist sie aus der ersten Liga Hollywoods nicht mehr wegzudenken. Zuletzt überzeugte sie Serienfans unter anderem in erfolgreichen Formaten wie „Der Spion“.
