Am 17. Juli 2026 soll das Citizen Vigilante Spiel für die Playstation kommen und für das nächste mediale Beben des polarisierenden Regisseurs sorgen. Nachdem Uwe Boll über Jahre hinweg gigantische Videospielmarken auf die Kinoleinwand brachte, dreht er den Spieß nun einfach um. Wie er völlig überraschend auf Instagram verkündete, können Fans den hitzig diskutierten Rachefeldzug schon bald selbst am Controller nachspielen. Ein entsprechender Eintrag im offiziellen Playstation Store bestätigt den unerwarteten Release und liefert bereits die ersten handfesten und überaus blutigen Details zum Projekt.
Kompromisslose Selbstjustiz am Controller
Wer die filmische Vorlage kennt, weiß genau, was das Citizen Vigilante Spiel inhaltlich bieten wird. Laut der offiziellen Spielbeschreibung versinkt die fiktive Stadt gnadenlos im Verbrechen, während das etablierte System komplett am Limit operiert und kläglich versagt. Die Zivilbevölkerung hat den rettenden Glauben an die Gerechtigkeit längst verloren. Genau an diesem düsteren Punkt schlüpfen die Gamer in die Rolle des Protagonisten Sanders. Er ist laut den Entwicklern kein strahlender Held und kein edler Retter, sondern schlichtweg ein Mann, der endgültig beschlossen hat, bedingungslos zu handeln. Dass das Spiel dabei offenbar auf die gleichen hetzerischen Untertöne und die plumpe Selbstjustiz setzt wie der Film, lässt tief blicken.
Die Aufgabe am Gamepad ist extrem schonungslos. Die Spieler nehmen im Citizen Vigilante Spiel das Gesetz in die eigene Hand, jagen Kriminelle durch die dunklen Straßen, decken tiefe Korruption auf und müssen sich unweigerlich den harten Konsequenzen ihrer eigenen Taten stellen. Die Gesellschaft im Spiel ist dabei tief gespalten. Während die einen Sanders als dringend benötigten Helden feiern, sehen die anderen in ihm eine brandgefährliche Bedrohung – eine inszenierte Kontroverse, die Uwe Boll für sein Marketing nur allzu gerne künstlich befeuert.
Optischer Totalausfall aus der Mottenkiste
Ein erster Blick auf das veröffentlichte Videomaterial auf YouTube lässt ohnehin erahnen, dass es sich hierbei wohl weniger um ein ambitioniertes interaktives Herzensprojekt und vielmehr um eine schamlose Cashcow handelt. Wer wirklich dachte, die filmischen Werke des Regisseurs hätten die absolute Trashgrenze bereits erreicht, wird vom Citizen Vigilante Spiel wahscheinlich noch eines Besseren belehrt. Die visuelle Präsentation des blutigen Rachefeldzugs wirkt derart lieblos und hölzern zusammengeschustert, dass diese Grafik selbst in der glorreichen Ära der PlayStation 2 vermutlich als hoffnungslos altbacken gegolten hätte. Statt die gewaltigen technischen Möglichkeiten moderner Konsolen auch nur ansatzweise zu nutzen, serviert man Uwe Bolls Anhängern hier offensichtlich einen optischen Rohrkrepierer, der einzig und allein den flachen Hype um den Skandalfilm zu schnellem Geld machen soll.
Blutiges Gameplay und fester Releasetermin
Dass das interaktive Erlebnis seinem filmischen Vorbild in Sachen geschmackloser Gewaltdarstellung allerdings in nichts nachstehen wird, versuchen die Entwickler mit den angekündigten Features unmissverständlich klar zu machen. Im Store wird völlig ungeniert mit Goreeffekten, grausamen Verstümmelungen und einem angeblich stark storygetriebenen Vigilantenerlebnis geworben. Doch angesichts der grafischen Präsentation darf stark bezweifelt werden, dass dieses Machwerk diese vollmundigen Versprechungen auch nur im Ansatz einlösen wird. Statt einer packenden Handlung und schockierender Action lesen sich die angekündigten Features vielmehr wie verzweifeltes Marketingblabla, das über ein spielerisch und inhaltlich absolut leeres Produkt hinwegtäuschen soll.
Lange warten müssen schmerzfreie Trash-Fans auf diesen optischen Unfall übrigens nicht mehr. Der offizielle Startschuss für die lieblos zusammengezimmerte und pixelige Verbrecherjagd fällt bereits am 17. Juli 2026 um 01:00 Uhr nachts mitteleuropäischer Sommerzeit. Wer nach dem verheerenden ersten Trailer tatsächlich noch selbst den Beweis antreten möchte, dass der Regisseur in der Videospielwelt die nächste krachende Trash-Landung hinlegt, darf sich den Controller für dieses visuelle Trauerspiel schon einmal mutig bereitlegen.
