StartMusik & ArtistsDua Lipa macht Cola mit Gurkenwasser zum Hypegetränk des Sommers

Dua Lipa macht Cola mit Gurkenwasser zum Hypegetränk des Sommers

Essiggurken, scharfe Jalapenos und eisgekühlte Cola. Was auf den ersten Blick wie eine kriminelle Mutprobe klingt, wird im Netz gerade als neues Wundergetränk gefeiert

Cola mit Gurkenwasser ist auf den ersten Blick eine Kombination, die eher nach einer verlorenen Wette als nach einem genussvollen Sommerdrink klingt. Doch genau dieser skurrile Mix sorgt aktuell für mächtig Aufsehen im Netz. Die britische Sängerin Dua Lipa (30) beschert der Onlinewelt gerade einen kulinarischen Trend, der eigentlich schon längst in der Versenkung verschwunden war. Angeblich wurde den erlesenen Gästen auf der jüngsten Traumhochzeit von Dua Lipa in Italien genau dieser Drink serviert.

Auf Plattformen wie Tiktok oder Instagram wird die salzige Erfrischung bereits als das absolute Ingetränk der Saison gefeiert. Die Zutatenliste liest sich dabei allerdings weniger wie ein edler Cocktail, sondern vielmehr wie der nächtliche Heißhunger einer Schwangeren: Cola, Essiggurken und reichlich scharfe Jalapenolake. Wir dröseln für euch auf, was es mit diesem Hype auf sich hat und ob der viel zitierte Gesundheitsaspekt wirklich existiert.

Die Rückkehr einer absurden Kreation

Eigentlich ist Cola mit Gurkenwasser gar keine komplette Neuheit. Bereits vor rund zwei Jahren sorgte Dua Lipa beim ACL Music Festival im texanischen Austin für hochgezogene Augenbrauen. Damals demonstrierte sie vor laufender Kamera, wie sie ihre eisgekühlte Cola fachgerecht mit reichlich säuerlichem Sud und eingelegten Jalapenos streckt. Lange Zeit war es ruhig um dieses aromatische Meisterwerk, doch nun fluten die alten Clips plötzlich wieder die sozialen Netzwerke.

Das Rezept für den nachgemachten Megahype ist dabei denkbar einfach. In ein großes Glas mit eisgekühlter Cola – die gesundheitsbewusste Onlinewelt greift hierbei natürlich streng zu Light oder Zero – kommt ein großzügiger Schuss Gurkenlake sowie ein Schuss Jalapenolake. Garniert wird das Ganze mit ein paar knackigen Essiggurken. Inzwischen kursieren im Netz unzählige Abwandlungen des Promidrinks, die das Ganze noch mit frischem Limettensaft oder scharfen Gewürzen auf die Spitze treiben.

Der Mythos vom gesunden Gurkenwasser

Besonders die salzige Gurkenlake wird von vielen mutigen Testern als das große Geheimnis des Drinks gefeiert, das Cola mit Gurkenwasser angeblich so extrem gesund machen soll. Tatsächlich gilt der säuerliche Sud im professionellen Leistungssport schon länger als echtes Hausmittel. Die Wissenschaft vermutet dahinter einen interessanten Mechanismus. Kleine Mengen der enthaltenen Essigsäure sollen nach starker körperlicher Belastung angeblich einen Reflex auslösen, der die Nervenaktivität beeinflusst und so lästige Muskelkrämpfe verkürzen kann. Abschließend und lückenlos belegt ist diese medizinische These in der Forschung allerdings noch nicht.

Mehr Magenreizung als Wunderdrink

Wer nun aber glaubt, sich mit dem viralen Mix von Dua Lipa ein echtes Gesundheitswunder anzumischen, den müssen wir an dieser Stelle leider auf den harten Boden der Tatsachen zurückholen. Aus ernährungsphysiologischer Sicht ist Cola mit Gurkenwasser alles andere als ein Wundermittel. Zwar mag der salzige Sud für Hochleistungssportler nach einem Marathon gewisse Vorteile bieten, für den durchschnittlichen Konsumenten liefert er aber in erster Linie eine gewaltige Menge Salz.

Kombiniert man dieses Salz nun mit der ohnehin schon aggressiven Säure aus dem Essig und der stark zuckerhaltigen oder mit Süßstoffen versetzten Cola, entsteht ein Cocktail, der bei empfindlichen Menschen extrem schnell auf den Magen schlagen kann. Auch der Zahnschmelz dürfte sich über diese massive Säureattacke nur bedingt freuen. Die scharfen Jalapenos geben dem Ganzen dann lediglich den geschmacklichen Rest, machen das Getränk aber sicher nicht gesünder. Am Ende des Tages bleibt diese Kreation also vor allem eines: ein maximal ungewöhnliches Geschmacksexperiment für echte Liebhaber der Popkultur. Ob man den wilden Trend ausprobieren möchte, darf glücklicherweise jeder für sich selbst entscheiden.