Früher pflückte er als gefeierter Keeper die härtesten Schüsse aus dem Winkel – doch bei seinem neuesten TV-Auftritt hat sich Ex-Nationaltorwart Eike Immel (65) ein absolutes Eigentor geschossen. Der Dreh für die Joyn-Show „Das große Promi-Büßen“ im österreichischen Erzberg endete für den 65-Jährigen in einem beispiellosen Fiasko. Eigentlich war Eike Immel als reuiger Sünder eingeladen worden, doch statt Reue zu zeigen, sorgte er schon nach 48 Stunden für den nächsten dicken Skandal. Die Konsequenz: Blitz-Rauswurf!

Von der „Sprachpolizei“ zum verpönten Liedgut
Doch was war eigentlich beim TV-„Büßen“ passiert? Nach BILD-Informationen kam es bereits am ersten Tag zu massiven Reibereien. Immel soll mit anderen Show-Teilnehmern intensiv über das Wort „N…kuss“ debattiert haben. Laut einer Produktionsmitarbeiterin verkündete der Ex-Kicker trotzig, dass er den Begriff weiterhin nutzen werde, auch wenn er heute als nicht mehr zeitgemäß gelte. Als die Verantwortlichen ihn ermahnten, derlei Äußerungen vor der Kamera zu unterlassen, weigerte sich Immel schlichtweg.
Doch damit nicht genug: Der 65-Jährige soll wenig später auch noch die erste – und seit Ende des Zweiten Weltkriegs stark verpönte – Strophe des Deutschlandliedes zitiert haben. Zwar ist die Strophe juristisch nicht verboten, sie ist jedoch tief mit nationalistischem Gedankengut verwurzelt. Für die Produktion war das Maß damit endgültig voll. Zu allem Überfluss soll sich Immel auch noch ein heftiges Wortgefecht mit Reality-Star Georgina Fleur (36) geliefert und sie beleidigt haben – auch wenn dies laut Insidern nicht der finale Grund für den Rauswurf war.
Joyn bestätigt den sofortigen Ausschluss
Der Sender fackelte nicht lange. Joyn-Sprecher Christoph Körfer bestätigte das rasche Ende der TV-Teilnahme deutlich: „,Das große Promi-Büßen‘ war für Eike Immel kurz nach der Verkündung seiner Teilnahme auch schon wieder vorbei. Das Camp musste er bereits am zweiten Abend aufgrund mehrfacher Grenzüberschreitungen verlassen.“ Die genauen Szenen des Eklats werden die Zuschauer dann im Herbst auf Joyn sehen können.
Das sagt Eike Immel zu den schweren Vorwürfen
Der Ex-Bundesliga-Star fühlt sich nach dem Vorfall völlig missverstanden, rudert aber dennoch ein Stück weit zurück. „Ich bin da auf den Zoff überhaupt nicht stolz und möchte auch um Entschuldigung bitten“, erklärte er. Er beteuert, definitiv kein Rassist zu sein und fernab von rechtem Gedankengut zu stehen. Das umstrittene Wort habe er nur nutzen wollen, um über den Sinn und Unsinn einer „Sprachpolizei“ zu diskutieren. „Ich weiß doch, dass man bestimmte Dinge heute nicht mehr sagt. Da muss aber auch Verständnis von anderer Seite kommen, wenn Dinge 55 Jahre lang für einen Menschen normal waren“, verteidigt sich der 65-Jährige.
Die Nerven dürften beim Ex-Sportler ohnehin blank liegen. Immel hat derzeit massiven juristischen Ärger: Im vergangenen Jahr wurde er wegen Betrugs in 107 Fällen (Schaden: 34.000 Euro) zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zwei Monaten verurteilt. Sein Anwalt Burkhard Benecken (50), der ihn in der kommenden Berufungsverhandlung im September vertritt, ordnet den TV-Ausrutscher entsprechend ein: „Eike Immel steht derzeit unter extrem hoher Anspannung. Das setzt meinen Mandanten natürlich unter ein hohes Stresslevel.“
