Deutschland packt die Koffer für den ESC 2026 in Wien und eins steht fest: An der Frontfrau wird es dieses Jahr sicher nicht scheitern. Wenn Sarah Engels im Mai die Bühne der Wiener Stadthalle betritt, schicken wir keinen unerfahrenen Neuling ins Rennen, sondern eine der stimmgewaltigsten Künstlerinnen, die unser Land zu bieten hat. Wer dachte, dass wir nach den Pleiten der letzten Jahre wieder den Kopf in den Sand stecken, hat die Rechnung ohne den „Strong Girls Club“ gemacht. Wir von PromiPlus sagen ganz klar: Sarah, wir stehen hinter dir und wünschen dir nur das Beste!
Doch während wir hier schon den Champagner kaltstellen, zeigen die internationalen Wettanbieter uns mal wieder die kalte Schulter. Aktuell dümpelt Deutschland auf den hinteren Plätzen der Prognosen herum. Aber liegt das wirklich an der viel zitierten „deutschen Unbeliebtheit“? Wohl kaum. Die Wahrheit ist schmerzhafter: Die internationale Kritik richtet sich nicht gegen die Person Sarah Engels, sondern gegen die musikalische Verpackung, in die man sie gesteckt hat.
Ein Stimmwunder im Korsett
Es ist fast schon tragisch: Wir haben mit Sarah Engels eine Frau am Start, die Whitney-Houston-Klassiker singt, als wäre es eine leichte Fingerübung. Ihre Ausbildung, ihre Disziplin und ihre Leidenschaft sind über jeden Zweifel erhaben. Doch ihr Beitrag „Fire“ kommt leider so generisch daher, dass er ihr eigentliches Talent kaum widerspiegeln kann.
Es ist ein Song von der Stange – hochprofessionell produziert, aber eben auch ein wenig überraschungsfrei. Dass böse Zungen nun behaupten, das Ganze wirke wie eine „Billo-Variante“ großer Weltstars, liegt nicht an Sarahs Performance, sondern an einem Songwriting, das auf Nummer sicher geht, wo beim ESC eigentlich Mut gefragt wäre. Wir wissen, dass Sarah Engels stimmlich in der Champions League spielt, doch „Fire“ lässt sie leider nur in der Kreisklasse der Songstrukturen antreten.
Von der DSDS-Bühne zum Musical
Dabei ist Sarahs Werdegang eine einzige Erfolgsgeschichte. Von der nervösen 17-jährigen bei DSDS 2011 bis hin zur gefeierten Hauptdarstellerin im Kölner Musical-Hit „Moulin Rouge“ – diese Frau hat gearbeitet wie kaum eine andere. Wer allabendlich das Musical-Publikum verzaubert, bringt ein Level an Professionalität mit, das in Wien seinesgleichen suchen wird. Sarah Engels ist eine erwachsene Frau, ein Profi durch und durch, die sich ein dickes Fell zugelegt hat. „Es muss nicht immer jeder alles gut finden, was ich mache“, gab sie sich gegenüber RTL gewohnt kämpferisch. Und genau diese Einstellung brauchen wir in Wien!
Unser Herz schlägt für Sarah
Trotz der verhaltenen Euphorie der Buchmacher hoffen wir auf das Wunder von Wien. Warum? Weil Sarah Engels es verdient hat. Sie hat uns über ein Jahrzehnt lang unterhalten, hat private Stürme und mediale Schlachten überstanden und ist immer wieder aufgestanden. Dass der Song ‚Fire‘ vielleicht nicht die Neuerfindung des Rades ist, mag stimmen – aber wenn es jemand schafft, ein eher blasses Songwriting durch pures Handwerk in Magie zu verwandeln, dann sie.
Wir wünschen ihr, dass sie Europa zeigt, was für eine Power in dieser zierlichen Frau aus Köln steckt. Vielleicht zündet das Feuer ja doch erst bei der Live-Performance so richtig, wenn Sarah ihre ganze stimmliche Gewalt entfesselt. Wir drücken alle Daumen, rufen an und hoffen, dass 2026 das Jahr wird, in dem Sarah Engels allen Kritikern beweist: Eine Löwenmutter lässt sich nicht unterkriegen – auch nicht von einem generischen Song!
