StartStars & PromisParis Hiltons Horror-Internat verliert endgültig die Lizenz

Paris Hiltons Horror-Internat verliert endgültig die Lizenz

Nach einem jahrelangen Kampf schreitet der US-Bundesstaat Utah ein. Aktuelle Vorfälle von Gewalt und grober Vernachlässigung besiegeln nun das Aus der umstrittenen Provo Canyon School

Paris Hilton hat nach Jahren des unermüdlichen Protests endlich ihr wohl wichtigstes persönliches Ziel erreicht. Das berüchtigte Internat im US-Bundesstaat Utah, in dem die 45-jährige Hotelerbin nach eigenen Angaben als Teenager ein fast einjähriges Martyrium aus physischer und psychischer Misshandlung durchleben musste, verliert seine Zulassung. Die Behörden zwingen die umstrittene Provo Canyon School am Standort Springville dazu, den Betrieb bis zum 6. August vollständig einzustellen und ab sofort keine neuen Jugendlichen mehr aufzunehmen.

Massive Verstöße und verletzte Fürsorgepflicht

Der endgültige Untergang der Einrichtung stützt sich offiziell nicht auf die historischen Misshandlungsvorwürfe der prominenten Ex-Schülerin, sondern auf gravierende Verfehlungen in der jüngsten Vergangenheit. Dem zuständigen Gesundheits- und Sozialministerium in Utah zufolge kam es in den Jahren 2025 und 2026 zu zahlreichen massiven Verstößen gegen geltende Sicherheits- und Fürsorgevorgaben. Die erschütternde Liste der Vorwürfe reicht von aggressivem Körperkontakt und unnötigen Zwangsmaßnahmen bis hin zu drastischer Vernachlässigung durch zu wenig Personal. Bereits im Mai dieses Jahres waren der Schule strenge Auflagen erteilt worden, nachdem ein verletzter Jugendlicher offenbar nicht rechtzeitig medizinisch versorgt wurde.

Ein später Triumph für das kleine Mädchen

Für Paris Hilton ist das Einschreiten der Behörden dennoch eine absolute Genugtuung. Auf Instagram machte sie aus ihrer enormen Erleichterung keinen Hehl und bezeichnete den Entzug der Lizenz als exakt die Nachricht, für die sie jahrelang gekämpft und gebetet habe. „Heute hat der Staat bestätigt, was die Überlebenden schon die ganze Zeit wussten: Die Provo Canyon School hat die ihr anvertrauten Kinder im Stich gelassen“, schrieb sie an ihre Follower. Für die Unternehmerin, die erst im Juni zur Unterstützung von zwei klagenden Familien an den Ort des Geschehens zurückgekehrt war, heilt diese späte Entscheidung alte Wunden: „Das kleine Mädchen in mir, dem gesagt wurde, dass ihm niemand glauben würde, fühlt sich heute endlich bestätigt.“

Der unermüdliche Kampf gegen eine Milliardenindustrie

Die schockierenden Vorwürfe gegen das Internat hatte Paris Hilton erstmals im Jahr 2020 in ihrer aufsehenerregenden Dokumentation This Is Paris detailliert öffentlich gemacht. Seitdem nutzt sie ihre immense Reichweite, um systematisch gegen die therapeutischen Einrichtungen für verhaltensauffällige Jugendliche vorzugehen.

Erst im Juni 2024 trat sie vor den US-Kongress und brandmarkte das System als gnadenlose 23-Milliarden-Dollar-Industrie, die operiere, ohne sinnvoll beaufsichtigt zu werden, und Kinder lediglich als reine Dollarzeichen betrachte. Die Provo Canyon School, die mittlerweile unter einer neuen Leitung steht, hat laut Behördenangaben nun noch 15 Tage Zeit, um eine Anhörung zu beantragen und rechtlich gegen die Schließung vorzugehen. Dass die Institution jedoch jemals wieder ungestört agieren kann, scheint dank der unermüdlichen Aufklärungsarbeit von Paris Hilton ausgeschlossen.