StartSportLionel Messi schwänzt nach WM-Frust den offiziellen Empfang

Lionel Messi schwänzt nach WM-Frust den offiziellen Empfang

Tausende Fans warteten im strömenden Regen von Buenos Aires vergeblich auf ihren Kapitän

Es sollte ein hochemotionaler Empfang für Kapitän Lionel Messi und die argentinischen Vizeweltmeister werden. In den Straßen von Buenos Aires harrten Tausende treue Fußballfans stundenlang im strömenden Regen aus, um ihre Mannschaft nach der schmerzhaften 0:1 Niederlage im WM-Finale gegen Spanien gebührend zu feiern. Doch ausgerechnet der Mann, auf den alle sehnsüchtig warteten, ließ sich nicht blicken. Messi war nach dem kräftezehrenden Endspiel in New Jersey gar nicht erst in die Sondermaschine Richtung Heimat gestiegen, was bei den klitschnassen Anhängern am Flughafen für spürbare Enttäuschung sorgte.

Flucht ins Private statt großer Bühne

Wie lokale argentinische Medien berichten, steuerte der 39-jährige Superstar stattdessen zunächst seine neue Wahlheimat Miami an, um von dort aus für einige ruhige Tage ins heimatliche Rosario weiterzureisen. Nach dem Turnier, das für ihn unter Tränen vor den eigenen Anhängern endete, zog der dreifache Familienvater die stille Aufarbeitung im Kreis seiner Ehefrau Antonela und der drei Söhne der großen öffentlichen Bühne vor.

Trotz des prominenten Fehlens ihres Idols wurde der verbliebene Kader um Trainer Lionel Scaloni in Ezeiza herzlich empfangen. Über einen ausgerollten roten Teppich ging es für das Team ins Trainingszentrum, musikalisch untermalt von der legendären Fan-Hymne „Muchachos“. Die große politische Inszenierung blieb derweil aus, da Präsident Javier Milei der Veranstaltung bewusst fernblieb, um das Fußballfest nicht für sich zu beanspruchen. Neben Messi hatten sich zudem auch weitere Schlüsselspieler wie Enzo Fernández, Lautaro Martínez, Julián Álvarez und Rodrigo De Paul direkt nach dem Finale in den Urlaub oder zu ihren jeweiligen Vereinen verabschiedet.

Ein unermesslicher Schmerz und eine ungewisse Zukunft

Einen Tag nach der bitteren Pleite brach Lionel Messi schließlich sein Schweigen. Auf Instagram teilte er ein nachdenkliches Foto mit seiner Silbermedaille und wandte sich mit emotionalen Zeilen an seine Follower. Der Schmerz sei unermesslich und die Wunde brauche viel Zeit zum Heilen, gestand der Offensivstar schonungslos ein. Gleichzeitig bedankte er sich von ganzem Herzen für die unerschütterliche Unterstützung und betonte den immensen Stolz, Argentinier zu sein und als Land zusammenzustehen. Den frisch gebackenen spanischen Weltmeistern sprach er zudem faire Glückwünsche aus.

 

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Trotz der verpassten Titelverteidigung hob er die herausragende Leistung seiner Mannschaft hervor, die es geschafft habe, zwei WM-Finals in Serie zu erreichen. Ob der Offensivstar jedoch noch einmal die Chance auf den ganz großen Wurf bekommt, bleibt nach diesem Turnier fraglicher denn je. Für die nächste Weltmeisterschaft im Jahr 2030 ließ er seine Teilnahme bewusst offen – zum Turnierstart wäre der sechsmalige WM-Teilnehmer bereits beinahe 43 Jahre alt.