MontanaBlack hat sich zielsicher in den wohl größten Skandal seiner jüngeren Karriere manövriert. Seit Tagen brodelt die deutsche YouTube-Szene, und das aus einem überaus pikanten Grund. Im Zentrum des Sturms steht die Frage, ob der 38-jährige Twitch-Gigant aus Buxtehude tatsächlich versucht hat, einen unliebsamen Kritiker mit einem dicken Bündel Geldscheinen zum Schweigen zu bringen. Nachdem eine belastende Sprachnachricht rasant im Netz die Runde machte und die eigenen Fans lautstark nach einer Erklärung forderten, sah sich der Streamer nun gezwungen, sein Schweigen zu brechen. In einem ausführlichen Video legt er die Karten auf den Tisch – und bestätigt das dubiose Angebot.
35.000 Euro für ein unliebsames Video
Die pikante Angelegenheit hat ihre Wurzeln im Jahr 2021. Damals nahm der bekannte Meinungs-YouTuber Tim Heldt, der unter dem Namen KuchenTV seit 14 Jahren ein festes und meinungsstarkes Inventar der deutschen YouTube-Landschaft ist, die umstrittenen Casino-Streams von Monte scharf ins Visier.

Das damalige Video enthielt offenbar inhaltliche Fehler und wurde zunächst offline genommen. Als der 31-Jährige dann eine überarbeitete Version des kritischen Beitrags veröffentlichen wollte, griff der Twitch-Star zu drastischen Mitteln. Um den Upload abzuwenden, bot er ihm kurzerhand 35.000 Euro an. Ein handfestes Schweigegeld, von dem er in der nun aufgetauchten, alten Sprachnachricht selbst völlig ungeniert berichtet.
Die späte Einsicht von MontanaBlack
Dass diese fragwürdige Methode, berechtigte Kritik einfach wegzukaufen, alles andere als ein genialer Schachzug war, hat mittlerweile auch der Streamer realisiert. In seinem aktuellen Statement macht er aus dem Vorfall kein Geheimnis mehr und gibt offen zu: „Ja, ich habe 2021 KuchenTV 35.000 Euro geboten, damit er ein Video gegen mich nicht mehr hochlädt.“ Heute betrachtet er die Aktion mit deutlichem Abstand und räumt ein, dass dies definitiv die falsche Entscheidung gewesen sei. Wer in der Öffentlichkeit stehe, müsse Kritik aushalten können. Da KuchenTV das lukrative Angebot damals konsequent ablehnte, nimmt der Streamer ihn nun ausdrücklich in Schutz und betont, dass die alleinige Verantwortung für diesen gewaltigen Fehltritt bei ihm selbst liege.
Klare Kante gegen alte Rassismus-Vorwürfe
Als wäre die Schweigegeld-Affäre nicht schon genug Zündstoff, muss sich MontanaBlack derzeit noch mit einem weiteren massiven Problem aus der Vergangenheit auseinandersetzen. Aktuell kursieren in den sozialen Netzwerken Ausschnitte aus Videos, die bereits mehrere Jahre auf dem Buckel haben und in denen der Streamer Aussagen tätigt, die eindeutig als rassistisch eingestuft werden. Auch hier wählt der 38-Jährige in seinem Statement die direkte Flucht nach vorn. „Von diesen Clips distanziere ich mich in aller Deutlichkeit“, erklärt er und bietet all jenen, die sich dadurch diskriminiert oder verletzt fühlen, seine Entschuldigung an. Seinen öffentlichen Bußgang beendet er schließlich mit einem unmissverständlichen Appell an seine Millionen-Community: „Scheiß auf Rassismus. Verbreitet Liebe und keinen Hass.“
