Eigentlich kennen und lieben die Fans ihn als den ewigen Sunnyboy der deutschen Musiklandschaft, der stets ein Lächeln auf den Lippen hat und für jeden Spaß zu haben ist. Doch was Pietro Lombardi nun am vergangenen Sonntagabend in Köln erleben musste, hat dem 34-Jährigen das Lachen gehörig vergehen lassen. Ein schwerer Autounfall sorgte nicht nur für einen gewaltigen Schreck in den Knochen und ein demoliertes Fahrzeug, sondern offenbarte auch eine extrem dunkle und respektlose Seite des modernen Starkults. In einer hoch-emotionalen und nächtlichen Instagram-Story machte der Sänger seinem aufgestauten Ärger nun ausgiebig Luft und fand dabei extrem deutliche Worte für das Verhalten einiger Mitmenschen.
Ein tiefer Schock auf Kölner Straßen
Die Nachricht vom Unfall verbreitete sich am Sonntagabend zunächst wie ein Lauffeuer, nachdem Pietro Lombardi ein Foto seines stark beschädigten Wagens im Netz geteilt hatte. In diesem ersten Update gab er zumindest leichte Entwarnung: Ihm und allen anderen Unfallbeteiligten gehe es den Umständen entsprechend gut. Doch wer dachte, die Sache sei damit für den Entertainer erledigt, irrte sich gewaltig.
Als der erste Adrenalinschub abebbte und die nächtliche Stille einkehrte, meldete sich Pietro Lombardi erneut bei seiner riesigen Community. Und dieses Mal war es keine reine Statusmeldung, sondern eine echte Wutrede. Denn was sich direkt am Unfallort abgespielt hatte, überschritt für den Musiker eine absolute rote Linie des menschlichen Anstands.
Selfie-Jagd am Unfallort: „Asozialer geht’s nicht“
Während die Unfallbeteiligten noch den ersten Schock verdauen mussten, zeigte sich die hässliche Fratze der Smartphone-Generation. Anstatt Hilfe anzubieten oder zumindest respektvollen Abstand zu wahren, wurde der Musiker zum unfreiwilligen Objekt einer makaberen Fan-Hysterie. „Man sieht: Alle Beteiligten sind unter Schock. Und dann versammeln sich gefühlt Hunderte von Menschen und wollen Fotos und Grußvideos“, schilderte Pietro Lombardi fassungslos die surrealen Szenen am Kölner Straßenrand.
Für den ohnehin schon aufgewühlten Sänger war dieses Verhalten ein absoluter Tiefpunkt. Mit unmissverständlicher Härte verurteilte er die Schaulustigen: „Asozialer geht’s nicht. Aber das ist leider Teil meines Lebens.“ Den völlig unangebrachten Wünschen nach Selfies und fröhlichen Videobotschaften sei er in dieser Extremsituation selbstverständlich nicht nachgekommen.
Das Gedankenkarussell und der rettende Schutzengel
Abseits der Wut auf die rücksichtslosen Gaffer hat der 34-Jährige vor allem mit den psychologischen Nachwehen des Unfalls zu kämpfen. Wenn das Blech verbogen ist, beginnen oft erst die wahren Herausforderungen im Kopf. „Der Schock sitzt so tief, dass, wenn du nach Hause kommst, die Gedanken anfangen verrückt zu spielen“, erklärte Pietro Lombardi seinen Anhängern. Das quälende „Was wäre wenn?“ ließe ihn nicht los. „Das sind alles Gedanken, die machen einen fertig.“
Trotz des Ärgers und der kreisenden Gedanken überwiegt am Ende jedoch die Dankbarkeit, dass niemand ernsthaft zu Schaden gekommen ist. Pietro Lombardi ist sich sicher, dass in dieser Kölner Nacht Schlimmeres verhindert wurde: „Wir sind dankbar, dass der Schutzengel auf unserer Seite war.“ Um die traumatischen Erlebnisse und die Wut auf die Schaulustigen zu verarbeiten, kündigte der Sänger an, sich in den kommenden Tagen erst einmal zurückzuziehen und dringend benötigte Ruhe zu suchen.
