Wer rechnet schon damit, dass das eigene Zuhause nach Feierabend komplett verwüstet ist? Genau das musste Felix Lobrecht nun am eigenen Leib erfahren. Doch der erfolgreiche Comedian und Podcaster ließ den Vorfall nicht einfach auf sich beruhen. Stattdessen nahm er die Verfolgung der Täter kurzerhand selbst in die Hand – mit erstaunlichem Erfolg. In der aktuellen Folge seines Erfolgspodcasts „Gemischtes Hack“ spricht Felix Lobrecht ungewohnt offen über die Tat, das eklige Gefühl der Fremden in seinen vier Wänden und seine filmreife Verbrecherjagd durch ganz Berlin.
Schockmoment nach der abendlichen Heimkehr
Als Felix Lobrecht gegen halb elf abends an seiner Berliner Wohnung ankam, ahnte er noch nichts Böses. Doch statt eines gemütlichen Feierabends erwartete ihn das pure Chaos. Vor der Tür stand bereits ein Polizist und in den Räumlichkeiten wimmelte es von rund einem Dutzend Beamten in Uniform und in Zivil. Wie die Kriminalpolizei ihm vor Ort erklärte, hatten sich die skrupellosen Täter als Bauarbeiter verkleidet. Über ein Baugerüst verschafften sie sich Zugang zu einem Fenster und stiegen in die Wohnung ein.
Nachbarn hatten den Vorfall sogar beobachtet und gefilmt. In der Wohnung versuchten die Täter, einen Safe mit einer Flex gewaltsam zu öffnen. Zum großen Glück für Felix Lobrecht scheiterten sie dabei. Durch das Flexen entstand jedoch so viel Rauch, dass die Alarmanlage auslöste und die falschen Bauarbeiter in die Flucht schlug. Dennoch konnten die Diebe Beute machen, darunter mehrere Sonnenbrillen, einen teuren Louis-Vuitton-Rucksack und kabellose Kopfhörer.
Die smarte Verbrecherjagd per Smartphone
Doch genau diese Kopfhörer sollten den Tätern schließlich zum Verhängnis werden. Als Felix Lobrecht den Verlust bemerkte, erinnerte er sich sofort an die praktische Ortungsfunktion der kleinen Technik-Gadgets. Der erste Standort, den ihm sein Smartphone anzeigte, lag in Berlin-Treptow. Ohne lange zu zögern, alarmierte er die Polizei und fuhr noch am selben Abend gemeinsam mit einer Streife an den angezeigten Ort. Zunächst blieb die nächtliche Suchaktion jedoch ohne einen direkten Treffer.
Am nächsten Tag kam dann ordentlich Bewegung in den Fall. Das Signal der Kopfhörer tauchte plötzlich in Berlin-Neukölln wieder auf. Erneut machte sich Felix Lobrecht gemeinsam mit den Kriminalbeamten an die Fersen der mutmaßlichen Einbrecher. Was sich wie das Drehbuch eines spannenden Action-Krimis liest, bereitete dem Entertainer durchaus Vergnügen. Im Podcast gestand er offen, dass ihm diese ungewöhnliche Spurensuche „schon richtig Spaß gemacht“ habe.
Erfolgreicher Zugriff und offene Fragen
Die digitale Schnitzeljagd führte das ungewöhnliche Ermittler-Gespann letztlich zu einem Fahrzeug, dessen Halter für die Berliner Polizei kein unbeschriebenes Blatt war. Bei einer anschließenden Verkehrskontrolle klickten schließlich die Handschellen. Die Beamten entdeckten die gestohlenen Kopfhörer sowie weiteres Diebesgut versteckt im Kofferraum des Wagens. „Wir hatten da einen ziemlich heißen Lachs in der Pfanne“, fasste Felix Lobrecht den erfolgreichen Zugriff triumphierend zusammen.
Nach aktuellem Stand der Ermittlungen geht die Polizei mit hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass es sich bei dem gefassten Fahrer um einen der beiden gesuchten Einbrecher handelt. Der Tatverdächtige hüllt sich bislang jedoch in absolutes Schweigen. Sowohl von seinem mutmaßlichen Komplizen als auch von den restlichen gestohlenen Wertsachen fehlt bis zum jetzigen Zeitpunkt jede Spur.
Konsequentes Handeln nach dem Schock
Trotz des kleinen Triumphs bei der Verfolgung sitzt der Schock tief. Felix Lobrecht hat aus dem dramatischen Vorfall rigorose Konsequenzen für sein privates Umfeld gezogen. Um sich in den eigenen vier Wänden künftig wieder absolut sicher fühlen zu können, ließ er die Sicherheitsmaßnahmen seiner Wohnung massiv aufrüsten. Mit hochmodernen Kamerasystemen und einer sensiblen Alarmanlage gleicht sein Zuhause nun laut eigener Aussage Fort Knox.
